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15. Familienorientierte Reha in Bad Oexen

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4–6 Minuten

Vom 26. März bis 23. April 2024 waren wir auf familienorientierter Reha in Bad Oexen (Bad Oeynhausen).

Es ist eine kardiologische (Herz) oder auch onkologische (Krebs) Familien-Reha. Diese Einrichtung ist auf Familien spezialisiert, die in Extremsituationen sind oder Extremes erlebt haben. Das kann nach einer Herzoperation oder auch nach einer Chemotherapie der Fall sein. In unserem Fall ist es wie die unendliche Geschichte, wo es einfach nicht vorangeht und die Familie mal durchatmen muss.

Wir haben uns in der Reha sehr, sehr wohl gefühlt. Auch unsere Konstellation, wie wir hingefahren sind, war sehr speziell. Es war eine Ausnahme. Ich habe ja selber einen Pflegegrad. Ich bin körperlich nicht sehr belastbar. Oftmals kann ich nicht den ganzen Tag mit Rebecca Ronja alleine sein. Das bekomme ich körperlich nicht hin.

Es war dann so, dass meine Mama, also ihre Oma und ihr Papa beide mit auf Reha waren. Allerdings war ihr Papa vom 26.03.24 bis 13.04.24 da und die Oma kam am 02.04.24 nach bis zum Schluss am 23.04.24. Beide waren dann ein paar Tage zusammen da und der Papa ist dann nach Hause, weil er arbeiten musste. Die Oma ist dann bis zum Schluss geblieben. Ihre Oma ist nachgekommen, da sie noch arbeiten musste.

Wir hatten ein super schönes Zimmer. Es waren eigentlich zwei Zimmer mit einer Durchgangstür. Jeder hatte sozusagen sein eigenes Zimmer. Ich habe meins mit Rebecca Ronja geteilt.

Wir hatten in der Reha sehr viele Anwendungen. Rebecca Ronja hatte die meisten Therapien. Ergotherapie, Wassereingewöhnung, Atemtherapie, Musiktherapie und Snoozeln. Nicht zu vergessen hatte Rebecca Ronja ja auch noch die Reittherapie und das erste Mal Kontakt mit Pferden. Das mit den Pferden und Schwimmen, war ihr liebstes. Das sie eine Wasserratte ist, hat sie wohl von mir. Auch das Reiten hat sie sehr entspannt und sie konnte nach dem Reiten richtig gut abhusten.

Wir Erwachsenen hatten Gerätetraining oder Ausdauertraining, Gymnastikgruppen, Elterngruppen oder auch Vätergruppen. Wir hatten Gesprächsrunden und Anwendungen. Wir drei Erwachsenen hatten jeder eine Verordnung für Physiotherapie mit, sind zur Wassergymnastik oder auch zum Autogenen Training gegangen.

Dann hatte Rebecca Ronja die Möglichkeit zu den therapiefreien Zeiten in den Kindergarten zu gehen. Dort hat sie sich auch sehr wohl gefühlt.

Es gab Bewegungstherapie und Familiensport. Der Papa war in einer Gruppe für Rücken Fit und die Oma war in einer Gruppe Fit und InForm. Ich hatte sehr viele Wasseranwendungen. Da ich im Wasser am wenigsten Schmerzen habe.

Es gab einige Vorträge zum Essen, Nachsorge und Erholsamer Schlaf.

Ausserdem gab es Familiennachmittage. Wir hatten Tontopftiere, Snack Fingerfood und Musizieren mit der Familie.

Wir hatten eine supertolle Familienberaterin. Die Frau vom Sozialdienst war auch echt toll. Sie haben uns noch viele Tipps gegeben. Dann hatten wir wöchentlich einen Arzttermin als Familie.

Es gab dreimal am Tag feste Mahlzeiten, die wir im Speisesaal immer am gleichen Tisch einnahmen. Es gab wechselnde Angebote. Zum Frühstück gabs oft auch Müsli, oder Rührei, Mittags konnte sich jeder aus drei Gerichten (Normal, Vegetarisch oder Kindermenü) aussuchen und Abends gab es immer ein „Goodi“. Mal Pizza, Auflauf, Pommes oder auch Hamburger.

Wir waren in dem Kinderhaus, wo wirklich auch nur Familien waren, die wie wir an der familienorientierten Reha teilgenommen haben. Es war also ein geschützter Raum.

In der Freizeit hatten wir die Möglichkeit, schwimmen zu gehen. Die Kinder hatten eine tolle Ritterburg, wo sie spielen konnten. Es gab draußen vor der Tür einen tollen Spielplatz und eine Minigolfanlage, wenn das Wetter dann mitgespielt hat.

An den Wochenenden haben wir hin und wieder mal Ausflüge gemacht und hatten sehr viel Kontakt zu den Familien.

Rebecca Ronja hatte ein Jungen in ihrem Alter, gleich am ersten Tag kennengelernt. Die beiden waren sofort ein Herz und eine Seele. Wie Bonnie und Clyde. Auch wir verstanden uns sehr gut mit der Mama und dem Papa. Leider ist der Kontakt sehr unregelmäßig und ein Treffen ist leider bis heute nicht zu stande gekommen. Wir hatten einen Termin für April dieses Jahres ausgemacht. Leider habe ich derzeit eine Entzündung im Knie. Diese Situation brachte mich dazu, das Treffen zu verschieben. Ein neuer Termin ist für Ende Juli angedacht.

Die Reha war schon teils echt sehr stressig. Man hatte eigentlich kaum Zeit, um mal ins Grübeln zu kommen. Es war auch schwer, sich groß auszuruhen. Das Programm lief von morgens bis nachmittags. Ab nachmittags, wenn man Glück hatte, war der Terminplan ab 16 Uhr abgeschlossen. Danach traf man sich dann mit den Familien auf dem Spielplatz, bei der Ritterburg oder im Schwimmbad.

Jeder hatte seinen eigenen Therapieplan. Wir hatten vier Pläne für vier Personen. Wir mussten das schon irgendwie händeln, wer wann wie wo zu sein hat. Oftmals haben sich Therapien auch überschnitten. Man musste dann überlegen, wem welche Therapie wichtig ist. Oder man entscheidet, welche Anwendung man fallen lässt. Rebecca Ronja musste zu ihren Terminen kommen, sie hatte absolute Priorität.

Ich war teilweise sehr k. o. an manchen Tagen und das Wetter war leider auch manchmal nicht so das tollste. Es hat sehr viel geregnet in der ersten Zeit.

Für Rebecca Ronja und mich war es teilweise sehr anstrengend, so das wir jeden Tag Mittagsschlaf gemacht haben. Leider wurde aber die Ruhezeit nicht besonders beachtet, so das es teilweise sehr laut war und ich nicht schlafen konnte.

Als der Papa Michi dann nach Hause gefahren ist, hatten wir auch kein Auto mehr. Wir konnten nicht spontan wegfahren oder einkaufen gehen. Ich hatte zu dem Zeitpunkt leider noch keinen Führerschein, ich war erst dabei einen zu machen.

Wir waren aber alle so begeistert von der FOR. Wir haben gesagt, wenn wir die Möglichkeit haben, würden wir das definitiv noch mal tun. Rebecca Ronja konnte sehr davon profitieren. Ihre Ausdauer wurde in der FOR um einiges besser. Auch das Essen nach der FOR hat sich geändert und sie hatte leicht zugenommen. Diese beiden Dinge (Essen und Ausdauer) sind bis heute geblieben. Bei jedem Lungenfunktionstest sieht man Fortschritte.


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