Ich liebe meine Familie. So war es schon immer und so wird es immer bleiben. Schon als Kinder lernten wir, meine Schwester und ich, dass wir uns immer auf unsere Eltern verlassen konnten. Meine Schwester und Großeltern waren auch immer für mich da. Wir haben zusammengehalten und auch Streit wurde geklärt und alles war gut hinterher.
So lebe ich nun mit meiner eigenen kleinen Familie. Mein Lebensgefährte Michi und unserer gemeinsamen Tochter Rebecca Ronja. Michi und ich sind nicht verheiratet, muss man ja heutzutage nicht mehr zwingend. Bevor Rebecca Ronja geboren war, hatten wir bereits beim Jugendamt ein geteiltes Sorgerecht und die Vaterschaftsanerkennung per Urkunde festgelegt. Mir war wichtig, sollte mir bei der Geburt etwas zustoßen, dass der Papa dann keine Probleme bekommt. Wir wohnen in unserer behindertengerechten Wohnung mit Fahrstuhl.
Meine Eltern wohnen 2 Straßen entfernt. Mein Papa ist pensioniert und meine Mama seit September 2024 in Rente. Meine Mama sehe ich mehrfach die Woche. Sie verbringt so viel Zeit mit Rebecca Ronja, wie es ihr möglich ist und man könnte fast sagen, sie hat einen Zweitwohnsitz bei uns.
Meine Schwester wohnt ebenfalls nur 2 Straßen von uns entfernt und ist verheiratet. Ihr Mann ist wunderbar und wir verstehen uns auch sehr gut. Zusammen haben Sie Kinder. Zu Ihren Kindern habe ich auch ein sehr gutes und inniges Verhältnis, so wie sie alle auch zu Rebecca Ronja.
Meine Familie hatte schon immer ein sehr gutes Verhältnis zueinander. Streit und Stress wurden bei uns immer gleich besprochen und aus dem Weg geräumt. Wir konnten und können immer über alles miteinander sprechen. Wir mussten uns eigentlich nie Sorgen machen. Wir wurden zu Hause immer verstanden. Wir haben keinen Ärger bekommen, auch wenn wir mal was beichten mussten oder richtig Mist gebaut haben. Meine Eltern haben immer alles versucht für uns zu tun, was irgendwie in deren Macht stand. Auch zu den Großeltern hatten meine Schwester und ich immer ein sehr gutes Verhältnis.
Noch heute sind wir als Familie unschlagbar und halten zusammen, wo wir es nur können und es nötig und möglich ist. Kaum im Umkreis von uns gibt es noch so eine Familie, wo es genauso ist wie bei uns. Man kriegt überall immer Streit und Stress in den Familien mit und bei uns läuft eigentlich alles so weit gut. Klar kriegen meine Schwester und ich uns auch mal in die Haare. Wäre ja auch unnormal, sonst wären wir ja keine Schwestern. Allerdings wird das mit zunehmendem Alter immer weniger und man redet viel mehr und schneller miteinander. Ich war sicherlich keine einfache kleine Schwester, eher im Gegenteil. Umso glücklicher bin ich über das heutige Verhältnis zu ihr.
Aber im Großen und Ganzen kann ich wirklich sagen, meine Mama und meine Schwester sind meine beiden besten Freundinnen. Mein Mann, mein Schwager und mein Papa sind meine besten Freunde. Auf die kann ich mich halt immer verlassen. Auf sie kann ich immer zählen. Ich muss mir nie Sorgen machen, dass irgendetwas nicht läuft. Wenn dann mal etwas nicht richtig läuft, dann sprechen wir halt darüber und gut ist. Keiner ist perfekt. Das Wichtigste war und ist immer Ehrlichkeit.
Auch sämtliche Feiertage verbringen wir als Familie zusammen. Ob Geburtstage, Weihnachten, Ostern oder Nikolaus, es spielt eigentlich keine Rolle. Wir haben immer einen Grund uns zu sehen. Auch wenn nicht immer alle zusammen sein können, wegen ihrer Arbeit. Unser Tomate Mozzarella Salat Abend, den wir schon seit meiner Kindheit machen, wird im Herbst und Winter wieder regelmäßiger gemacht. Dann sitzt die ganze Familie meistens an einem Abend zusammen. Wir sprechen mal wieder über alles um uns herum. Wir reden darüber, was es Neues gibt. Oder wir spielen ein Spiel. Manchmal gucken wir auch Fußball. In den Sommermonaten sehen wir uns viel mehr auf Parzelle. Wir grillen oder holen uns was und essen dann zusammen.
Einmal im Monat gehe ich auch mit meiner Mama und meiner Schwester gemeinsam frühstücken, nur wir drei Mädels. Wir sprechen dann über Dinge und erzählen uns viele Neuigkeiten. Wir haben immer ein offenes Ohr füreinander und hören uns zu.
Durch Rebecca Ronjas Erkrankung kommt es leider nicht selten vor, dass der Papa und ich getrennt auf einer Feier oder Verabredung sind, weil einer von uns mit ihr zu Hause bleiben muss. Der andere geht dann leider alleine auf einen Geburtstag, Nikolaus, Konzert oder was auch immer. Das ist seit ihrer Geburt so. Es macht uns sicher keinen Spaß aber geht oft nicht anders. Anders als die Kinder meiner Schwester, schläft Rebecca Ronja immer nur zu Hause. Bei ihrer Oma und Opa oder Tante und Onkel hat sie bis heute nicht einmal nachts geschlafen. Wir schlafen auch nur sehr selten auf Parzelle. Zu Hause haben wir halt alles, was wir für einen Notfall brauchen, der sich manchmal gar nicht vorher bemerkbar macht.
Dieser Blog ist definitiv auch für meine Familie geschrieben. Oft kann ich mich nicht richtig ausdrücken oder es fällt mir schwer die richtigen Worte zu wählen. Das Schreiben ist schon besser und macht einiges auch viel einfacher. Viele Sachen haben sie auch erst erfahren oder verstanden, nachdem sie meinen Blog gelesen haben. Was für mich natürlich auch sehr hilfreich war und nach wie vor ist.
Zum anderen ist es mir auch nochmal wichtig zu erwähnen. Ohne meine Familie weiß ich manchmal gar nicht mehr, was ich machen soll. Sehr oft hole ich mir spontan Tipps und Ratschläge. Mir wächst einfach ALLES über den Kopf. Egal was ist, ich habe immer jemanden, der mir zuhört. Der Papa von Rebecca Ronja, meine Eltern und auch meine Schwester liegen dabei ganz weit vorne.


